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Glasproduzenten aus Kempen regeln Nachfolge

Aachen/Kempen, 19. Oktober 2020 – Die S-UBG Gruppe aus Aachen erwirbt mit ihrem Mittelstandsfonds minderheitlich Anteile an der Thermoglas Niederrhein GmbH und der Glas Trienes GmbH & Co. KG. Damit ermöglicht die S-UBG die Unternehmensnachfolge durch den externen Manager Mathias Schlatt, welcher die übrigen Anteile erwirbt. Schlatt übernimmt die Geschäftsführung beider Unternehmen von Knut-Ulrich Röttger, der die Firmen 1999 erworben und seitdem als geschäftsführender Gesellschafter geleitet hat.

Seine Karriere startete der heute 45-jährige Manager im elterlichen Betrieb Schlatt Glashandelsgesellschaft mbH in Bocholt: „Mathias Schlatt ist seit über 20 Jahren in der Glasbranche tätig und bringt Erfahrung, gute Kontakte und umfangreiches Fachwissen mit“, sagt Bernhard Kugel, Vorstand der S-UBG Gruppe. Auch Knut-Ulrich Röttger ist froh, mit der Unterstützung der S-UBG sein Lebenswerk in gute Hände abgeben zu können: „Die fairen Verhandlungen und die professionelle Beratung haben so letztendlich dazu geführt, dass zwei etablierte Unternehmen dem Standort Kempen erhalten bleiben und Arbeitsplätze gesichert werden.“

Etablierter Vollsortimenter

Die Firmen Thermoglas und Trienes wurden 1976 bzw. 1954 in Kempen am Niederrhein gegründet. Beide treten heute mit knapp 100 Mitarbeitern am Markt als Vollsortimenter in der Produktion und Bearbeitung bzw. Veredelung von Glas auf. Besondere Expertise besteht in der Herstellung von Isolierglas, zum Beispiel als Schallschutz-, Sonnenschutz- oder Sicherheitsglas. Daneben produziert und vertreibt Trienes hochwertige Glasprodukte mit besonderen Eigenschaften für Industrie und Gebäudebau. Hauptprodukt ist Einscheibensicherheitsglas (ESG), welches auf den hauseigenen Maschinen vorbereitet und dann im ESG-Ofen vorgespannt wird. Dadurch erhält das Glas seine sicherheitsrelevanten Eigenschaften und Stabilität. So hat das ESG-Produkt SECURIT® beispielsweise eine vier bis fünf Mal höhere Bruchsicherheit als herkömmliches Glas.

„Ob beschichtetes Glas, selbstreinigendes oder Sicherheitsglas – Glas ist mittlerweile ein Hightech-Werkstoff und die Anforderungen an Produzenten steigen kontinuierlich“, erklärt Schlatt. „Energieeffizientes Bauen oder Sicherheitsstandards im Bausektor sind nur einige Treiber. Hier am Niederrhein wurde stets investiert, so dass wir Kundenbedürfnissen und gesetzlichen Standards jederzeit nachkommen können.“

Gut positioniert im wachsenden Markt

„Wir investieren in zwei solide Unternehmen mit langfristig stabilen Erträgen“, so Kugel. „Das Gesetz schreibt immer häufiger den Einsatz von Sicherheitsglas vor, und auch der anhaltende Bau-Boom und der Bedarf in Zukunftsbranchen bescheren Glasproduzenten seit Jahren eine konstante Entwicklung.“ Perspektiven sehen die neuen Eigentümer auch in der Internationalisierung. Schlatt: „Viel Potenzial steckt noch im Ausbau unserer überregionalen und internationalen Vertriebsnetze. Und für zusätzliche Produktionskapazitäten besteht bereits eine Erweiterungsfläche an unserem Standort in Kempen.“