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Logicalis CIO-Report 2026: CIOs navigieren durch steigende KI-Investitionen – inmitten wachsender Governance-Bedenken

Frankfurt am Main, 3. März 2026 – Logicalis, internationaler Anbieter von IT-Lösungen und Managed Services, stellt in seinem aktuellen CIO-Report fest: Unternehmen investieren schneller in KI, als sie diese wirksam steuern können. Laut der jährlichen Studie, für die Logicalis über 1.000 CIOs weltweit befragte, entsteht eine Kluft zwischen Ambitionen und operativer Bereitschaft: Governance, Kompetenzen und Infrastruktur entwickeln sich nicht schnell genug, um mit dem Investitionstempo Schritt zu halten.

KI-Erfolge treffen auf Umsetzungsgrenzen

Die meisten Unternehmen (94 Prozent) berichten von einem gestiegenen Interesse an KI-Investitionen im vergangenen Jahr. Doch die Strukturen zur Unterstützung dieser Ambitionen hinken hinterher: Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass die Einführung von KI bereits zu schnell voranschreitet. 89 Prozent beschreiben den aktuellen Ansatz ihres Unternehmens als „Learning by Doing“ ohne klar definierten Zielrahmen.

Dieses Interesse wird durch erste Erfolge mit KI zusätzlich verstärkt. So hat mehr als ein Drittel der Unternehmen seine KI-Initiativen auf Basis von Proof-of-Concept-Ergebnissen beschleunigt. Die Technologie zeigt bereits Wirkung – etwa bei der Stärkung der prädiktiven Analytik und datengestützten Entscheidungsfindung sowie bei der Verbesserung des Kundenerlebnisses. Allerdings glauben zwei Drittel der CIOs nicht, KI über die ersten Implementierungen hinaus skalieren zu können.

Fachkräftemangel als Bremse

Das am häufigsten genannte Hindernis ist nicht die Finanzierung, sondern der Mangel an Fachkräften: Fehlende technische Fähigkeiten bremsen die KI-Ambitionen in fast neun von zehn Unternehmen. Auch strukturelle Rahmenbedingungen stellen eine erhebliche Herausforderung dar. Zwar setzen die meisten CIOs in gewissem Umfang bereits KI-Governance-Kontrollen ein, doch 62 Prozent geben an, aufgrund begrenzter Kenntnisse Kompromisse bei der Governance einzugehen. Lediglich 44 Prozent sind überzeugt, die Risiken der KI-Einführung vollständig zu überblicken. Darüber hinaus berichten 76 Prozent, dass unkontrollierte KI für sie weiterhin ein ernstes Problem darstellt.

Unsicherheit hinsichtlich KI-Markt spürbar

Die Spannung zwischen frühen Erfolgen und Herausforderungen bei der Skalierung wird durch allgemeine Unsicherheit hinsichtlich des KI-Marktes zusätzlich verstärkt: So befürchten 67 Prozent eine „KI-Blase”. Weitere 16 Prozent geben an, über keine Notfallpläne zu verfügen, falls ein wichtiger KI-Anbieter ausfällt – ein deutliches Zeichen dafür, wie abhängig Unternehmen inzwischen von KI-Tools sind.

Bob Bailkoski, Global CEO der Logicalis Group, kommentiert den Report wie folgt: „Der diesjährige Bericht macht deutlich, vor welch komplexer Herausforderung CIOs stehen, die sich mit der größten Innovation unserer Zeit auseinandersetzen müssen. Unternehmen mangelt es nicht an Ambitionen oder Interesse an KI, sondern an den Rahmenbedingungen, Fähigkeiten und dem Selbstvertrauen, um sie im großen Maßstab einzusetzen. Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob in KI investiert werden soll, sondern wie die Grundlagen geschaffen werden können, um diese Investition effektiv, sicher und nachhaltig zu gestalten. Der CIO von heute ist nicht mehr nur ein Technologiebetreiber, sondern steuert strategisch Risiken, sorgt für Verantwortlichkeit und treibt die Wertschöpfung im gesamten Unternehmen voran.“

Nachhaltigkeit mitdenken

Zu diesen Herausforderungen kommt eine neue Dimension der Nachhaltigkeit hinzu, auf die nur wenige Unternehmen vorbereitet sind. Denn mit zunehmender Auslastung von KI steigt auch ihr Energieverbrauch. Nur 39 Prozent der CIOs sind sehr zuversichtlich, dass ihr Unternehmen die Umweltauswirkungen von KI aktiv steuert. 41 Prozent gehen davon aus, dass Energieeffizienz bei der KI-Implementierung tatsächlich Priorität hat.

Angesichts dieses Drucks planen 94 Prozent der Befragten, in den nächsten zwei bis drei Jahren auf Managed Service Provider zu setzen, um KI-Governance, Skalierung und Nachhaltigkeit gezielt zu steuern. Damit wandelt sich die Rolle des CIO im Umgang mit Technologie: weg vom direkten Besitz, hin zur Orchestrierung – und damit zur Bündelung des Fachwissens, das für das Tempo der KI erforderlich ist.

→ Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.de.logicalis.com/de/cio-report-2026.