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GREEN.AI BW: Mit KI zu mehr Nachhaltigkeit – Ausschreibung startet am 1. Oktober

Stuttgart, 1. Oktober 2026 – Material und Energie einsparen, Wertstoffe zurückgewinnen, Reststoffe nutzbar machen oder KI selbst ressourcenschonender gestalten: Künstliche Intelligenz (KI), Datenanalyse, Simulation und High Performance Computing (HPC) bieten vielfältige Möglichkeiten für mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz. Mit dem Projekt GREEN.AI BW, finanziert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, sollen daraus konkrete Anwendungen entstehen. Am 1. Oktober startet die Ausschreibung: Gesucht werden Tandems, die reale Herausforderungen mit Technologie-Know-how zusammenbringen und innerhalb von drei Monaten einen funktionsfähigen Prototyp entwickeln. Die Projekte starten ab dem 1. Dezember 2026.

Von der Herausforderung zur konkreten Anwendung

GREEN.AI BW verbindet konkrete Herausforderungen aus Unternehmen, Kommunen und Umwelttechnik mit Expertise in KI, Daten, Simulation, HPC und Robotik. Ziel ist es, daraus praxisnahe Prototypen (MVPs) zu entwickeln und Start-ups, Mittelstand, Forschung und öffentliche Akteure wirksam miteinander zu vernetzen. „Mit GREEN.AI BW bringen wir reale Herausforderungen mit dem passenden Know-how zusammen und wollen zeigen, wie KI und andere digitale Technologien zu mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz beitragen können“, sagt Dr. Andreas Wierse, Geschäftsführer der Sicos BW GmbH.

Fünf Challenge-Felder für GreenTech-Anwendungen

Die Ausschreibung umfasst fünf Challenge-Felder:

  • Resource & Material Intelligence setzt KI, Datenanalyse und Simulation ein, um Material und Energie in Produktion und Prozessen einzusparen.
  • Bei Circular Data & Product Intelligence geht es um Daten und KI für die Kreislaufwirtschaft – etwa um einen höheren Rezyklateinsatz, die längere Nutzung von Produkten oder die hochwertige Verwertung von Sekundärstoffen.
  • GreenTech Robotics verbindet Robotik und Automatisierung mit KI für ressourcenschonende physische Prozesse.
  • Im Feld Bioeconomy & Secondary Resources stehen biobasierte Wertschöpfung sowie die Nutzung von Rest-, Neben- und Sekundärstoffströmen im Fokus.
  • Sustainable AI nimmt die Ressourceneffizienz der KI selbst in den Blick – etwa durch effiziente Modelle, energieoptimiertes Training oder Datensparsamkeit. Auch KI für das Ressourcen- und Energiemanagement von Gebäuden, Quartieren, Anlagen oder Rechenzentren gehört zu diesem Feld.

Gemeinsam bewerben: das Tandem-Prinzip

Herzstück der Ausschreibung ist die gemeinsame Bewerbung von mindestens zwei Partnern mit Sitz oder Umsetzungsort in Baden-Württemberg: Ein Anwenderpartner als „ChallengeGeber“ bringt die konkrete Problemstellung, den Anwendungskontext sowie Daten oder Prozesszugang ein. Ein Technologiepartner als „ChallengeNehmer“ steuert die technische Umsetzungskompetenz bei und setzt den MVP um. Der Budgetrahmen beträgt 8.000 Euro, die KI-Ressourcen werden gestellt. Wer noch keinen passenden Partner gefunden hat, kann in der ersten Woche der Bewerbungsphase einen optionalen digitalen Matchmaking-Termin nutzen.

Bewerbung ab 1. Oktober

Die Ausschreibung für GREEN.AI BW startet am 1. Oktober 2026. Bewerbungen können bis zum 29. Oktober 2026 über E-Mail an green.ai-bw@sicos-bw.de eingereicht werden. Die ausgewählten Projekte starten ab dem 1. Dezember 2026 und laufen drei Monate.

Weitere Informationen zu den Challenge-Feldern, den Teilnahmebedingungen und zur Bewerbung: www.sicos-bw.de/calls/green-ai-bw/