Frankfurt am Main, 13. April 2026 – Der jährliche CIO-Report von Logicalis, internationalem Anbieter von IT-Lösungen und Managed Services, zeigt, dass die Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) für CIOs zu einer obersten Priorität geworden ist; mehr als ein Viertel der Befragten gibt an, dass KI eine erhebliche Risikoquelle darstellt. Sie steht damit auf einer Stufe mit etablierten Angriffsvektoren wie Malware, Ransomware und Phishing. Für den Report hat Logicalis weltweit über 1.000 CIOs befragt. Ein zentrales Ergebnis: KI wird trotz ihres Potenzials zur Bekämpfung von Cyberbedrohungen zunehmend selbst Teil der Bedrohungslandschaft.
KI verschärft die Bedrohungslage
Laut Studienergebnissen ist es bei 77 Prozent der Unternehmen im vergangenen Jahr zu einem Cybersicherheitsvorfall gekommen. Sicherheitsteams, die bereits vor dem Einsatz von KI unter anhaltendem Druck standen, fällt es nun schwer, Schritt zu halten. Über ein Drittel berichtet von einer verminderten Fähigkeit, Sicherheitsverletzungen zu erkennen; ein ähnlicher Anteil (34 Prozent) nennt vermehrte blinde Flecken und 41 Prozent geben an, langsamer auf Sicherheitsvorfälle reagieren zu können. Infolgedessen haben 68 Prozent ihre Budgets für die Behebung von Sicherheitsverletzungen und Lösegeldzahlungen erhöht. Damit bereiten sie sich auf Vorfälle vor, die sie zunehmend als unvermeidbar ansehen. Trotz der Chancen, die KI bietet, wünscht sich knapp die Hälfte der Befragten, KI wäre nie erfunden worden.
Mangelnde Kontrolle über KI im Unternehmen
Während sich Teams mit KI-bedingten Schwachstellen auseinandersetzen, zeichnen sich auch Risiken aufgrund mangelnder KI-Governance ab: So geben nur 37 Prozent der CIOs an, einen vollständigen Überblick über die in ihrem Unternehmen eingesetzten KI-Tools zu haben. Zwei Drittel räumen ein, dass die Schulung der Mitarbeiter zum KI-Risikomanagement unzureichend ist; 62 Prozent sagen, dass Mitarbeiter durch den Einsatz von KI die Datensicherheit gefährden.
Auch bei KI-Governance-Maßnahmen zeigt sich Nachholbedarf: Nur 37 Prozent der CIOs setzen Verfahren ein, um KI-Verzerrungen zu vermeiden, während 40 Prozent Mechanismen zur Erklärbarkeit nutzen und 48 Prozent KI-Prüfpfade und -Protokollierungen führen.
Fachkräftemangel bremst Sicherheitsstrategien
Hinter diesen Herausforderungen verbirgt sich eine grundlegende Qualifikationslücke: 94 Prozent der CIOs berichten von einem Fachkräftemangel im Bereich Cybersicherheit. Um dem entgegenzuwirken, fokussiert die Hälfte der Befragten kompetenzbasierte Personalbeschaffung und die Weiterqualifizierung der Belegschaft durch fortgeschrittene Zertifizierungen und Schulungen. 44 Prozent greifen auf Managed Services zurück, um kritische Sicherheitslücken zu schließen.
Bob Bailkoski, Global CEO der Logicalis Group: „KI ist eine mächtige Kraft in der Cybersicherheit. Doch ohne die richtigen Kompetenzen und Governance-Strukturen kann sie mehr Schwachstellen schaffen als Schutz bieten. CIOs stehen vor der anspruchsvollen Aufgabe, ihre Unternehmen gegen KI-gesteuerte Bedrohungen zu verteidigen. Gleichzeitig sind sie mit den Risiken konfrontiert, die von jenen KI-Tools ausgehen, die eigentlich ihrem Schutz dienen sollen.“ Und weiter: „Angesichts des Fachkräftemangels und einer sich rasch verschärfenden Bedrohungslage benötigen CIOs eine starke Governance, klare Transparenz und vertrauenswürdige Partnerschaften, die von Anfang an in jede KI-Initiative integriert sind. Auf diese Weise wird Sicherheit gewährleistet.“
Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.de.logicalis.com/de/cio-report-2026.